Fortbildungen – Institut für Musiktherapie

Das Freie Musikzentrum fördert seit seiner Gründung die therapeutische Anwendung von Musik. Musiktherapie wird in Selbsterfahrungskursen, Fort- und Weiterbildungsseminaren, der jährlichen Musiktherapie-Tagung und der berufsbegleitenden Ausbildung von langjährig erfahrenen Musik­thera­peuten fachkundig und in persönlicher Atmosphäre vermittelt. Das Freie Musikzentrum ist mit seinem umfangreichen Seminarangebot und seinen hochqualifizierten Dozenten ein einzigartiges und international anerkanntes Zentrum musiktherapeutischer Weiterbildung.

Für die Interessierten aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufsfeldern bieten wir praxisnahe Kurse zur Einführung und Selbsterfahrung an, die auch allen anderen Interessierten offen stehen. Daneben bieten wir zur fachlichen Qualifizierung für bereits berufstätige Musiktherapeuten berufsspezifische Fachseminare, eine dreiteilige Seminarreihe und berufsspezifische Zusatzqualifikationen an.

Fortbildungspunkte
MusiktherapeutInnen sowie approbierte ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen beachten bitte die Hinweise auf Fortbildungspunkte der Bayerischen Psychotherapeutenkammer sowie der DMtG bei den einzelnen Seminaren.

Das Weiterbildungsangebot gliedert sich in:

>> Seminare mit allgemeinen Einführungskursen für Interessierte
>> Vortrag
>> Berufsspezifische Fachseminare für Musiktherapeuten/innen
>> Zusatzqualifikationen
>> Instrumentenbau
>> Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie (BWM)
>> Jährliche Musiktherapie-Tagung 2019
      27. Fachtagung »Musiktherapie mit Opfern von Missbrauch und Gewalt«

Musiktherapie – Berufsbegleitende Ausbildung BWM:
Dr. Andreas Wölfl: awoelfl@freies-musikzentrum.de

Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de

Musiktherapie – Seminare und Zusatzqualifikationen:
Silke Siebert: ssiebert@freies-musikzentrum.de

Vor Besuch eines Kurses ist eine Anmeldung erforderlich.
(es sei denn, es ist beim Kurs ausdrücklich anders vermerkt z.B. Drum Circle, Contact Jam)

Für Kursbuchungen folgen Sie bitte dem Button »Kurs buchen« im Menü links.
Gerne können Sie auch persönlich im Büro buchen oder verwenden Sie dieses
> Anmeldeformular, das Sie auch am Schluss des Programmheftes finden.
Tel.: 089 - 41 42 47 - 0
Fax: 089 - 41 42 47 - 60
E-Mail: info@freies-musikzentrum.de


Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Seminare

Diese Seminare richten sich an Interessierte (insbesondere aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufen), die sich Kenntnisse über Musiktherapie aneignen wollen.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Musiktherapie mit mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen Wochenende- oder Ferienkurs
In der musiktherapeutischen Begegnung mit mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen geht es u. a. darum, Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten sowie individuelle Ausdrucksformen zu entdecken. Ziel ist das Entwickeln einer gemeinsamen Sprache auf musikalischer und körperlicher Ebene. Auf diesem Weg sind sowohl Selbstwahrnehmung als auch Koordination und Integration verschiedener Sinneseindrücke von großer Bedeutung.
Der Schwerpunkt dieses Wochenendes liegt auf der Selbsterfahrung. Mit Hilfe von Rollenspielen werden musiktherapeutische Herangehensweisen entwickelt und erfahrbar gemacht. Videobeispiele aus der Praxis veranschaulichen die auf entwicklungspsychologischen Erkenntnissen basierenden theoretischen Grundlagen. Gerne können auch Videobeispiele aus der eigenen Arbeit mitgebracht werden.

18 Fortbildungspunkte von der DMtG genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 7

F101 · Sylke Spielbauer · Kursraum 7 · 225,– €
Block 3 Tage · Fr. 9.11., 18.00–21.00 · Sa. 10.11., 10.00–18.00 · So. 11.11., 10.00–14.30 Uhr

Klangreise Wochenende- oder Ferienkurs
Von sanfter Entspannung bis hin zu Trancephänomenen reicht der Bogen, der die Erfahrungswelten des Spiels mit einfachen Klang- und Rhythmusinstrumenten beschreibt. Ausgehend von Selbsterfahrung werden theoretisches und praktisches Wissen zur Anleitung von Klangreisen in der Einzel- und Gruppenarbeit vermittelt. Es wird mit verbalen und klanglich begleiteten Tranceprozessen und der Integration von Innenbildern gearbeitet. Persönliche Themen der Teilnehmer können in die geführten Klangreisen eingebracht werden. Der Workshop kann auch eine supervisorische Funktion haben. Eigene Instrumente mitbringen, wenn möglich (Rahmen-)Trommel und ein Klanginstrument (Gong, Klangschale, Monochord), Isomatten, Malsachen.

17 Fortbildungspunkte von der DMtG genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 7

F102 · Dr. Johannes Oehlmann · Saal · 240,– €
Block 3 Tage · Fr. 16.11., 18.00–21.00 · Sa. 17.11., 10.00–18.00 · So. 18.11., 10.00–13.30 Uhr

Stimme und Singen in der Musiktherapie Wochenende- oder Ferienkurs
Der Umgang mit der Stimme kann »Stress besetzt« sein. Jegliche Befindlichkeit wirkt sich unmittelbar auch stimmlich aus. Dies ist glücklicherweise keine »Einbahnstraße«: die Beschäftigung mit der Stimme wirkt auch auf unsere Befindlichkeit und unsere gesamte Person zurück. Erfahrungen, angeblich »nicht singen zu können« mögen den Kontakt zur eigenen Stimme erschwert haben. Verunsicherung bzgl. der eigenen Stimme sind die Folgen. Dieser Workshop möchte den Zugang wieder ermöglichen und darüber hinaus Einsatzmöglichkeiten für Stimmarbeit im musiktherapeutischen Kontext aufzeigen. Theorie und Praxis zu: Atmung, Stimme und »westlichem« Obertongesang. Diese Kombination ermöglicht einen angstfreien Umgang mit der eigenen Stimme.

15 Fortbildungspunkte von der DMtG genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 6

F103 · Evelyn Löhr · Kursraum 7 · 175,– €
Wochenende · Sa. 20.10., 10.00–18.00 · So. 21.10., 10.00–13.00

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

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Vortrag

Musiktherapie und Depression
Die Depression gehört weltweit zu den häufigsten Erkrankungen und stellt die führende Ursache bei den YLD (years lost due to disability) dar, einem Maß der WHO für die mit Behinderung gelebten Lebensjahre. Hinsichtlich der Schwere ihrer individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen gemeinhin unterschätzt, sind depressive Störungsbilder jedoch gut behandelbar. Als eine der verfügbaren Behandlungsformen wird Musiktherapie sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen, die unter Depressionen leiden, erfolgreich eingesetzt. Aufbauend auf aktuellen Studien zur Neurobiologie der Depression wird ein Modell vorgestellt, das mögliche Wirkprinzipien von Musiktherapie bei depressiven Störungen veranschaulicht. Implikationen für die musiktherapeutische Praxis werden zur Diskussion gestellt.

2 Fortbildungspunkte von der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.

18FF103 · Prof. Dr. Thomas Stegemann · ohne Anmeldung! · Saal · 7,– €
Ein Abend · Fr. · 13.7. · 19.30 bis 21.00 Uhr

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Berufsspezifische Fachseminare

Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung
Einzelne Wochenendkurse sowie eine dreiteilige Seminarreihe geben MusiktherapeutInnen Gelegenheit, sich fachspezifisch fortzubilden und vertieft in ein Themenfeld einzusteigen. Die dreiteilige Seminarreihe 2019 greift die musiktherapeutische Arbeit für Menschen mit Demenz auf. Dazu werden spezifische Ansätze, Kontexte und Methoden von drei unterschiedlichen Dozenten vorgestellt. Der didaktische Aufbau der berufsspezifischen Fachseminare umfasst die fundierte Vermittlung von Theorie und Praxis des jeweiligen Themas, die Vertiefung methodischer Fragestellungen in Selbsterfahrung und fachlichem Diskurs sowie den Transfer in die Praxisgebiete der TeilnehmerInnen.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Musiktherapie und die Psychologie C. G. Jungs Wochenende- oder Ferienkurs
Die jungianische Kartographie ist eine gute Orientierungsmöglichkeit auch für Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten. Es gibt jedoch bislang kaum Literatur und Forschung dazu. Der weite und kreative Begriff des Unbewussten passt gut zu Psychotherapien mit künstlerischen Medien. Was für die Kunsttherapie selbstverständlich ist, da die Jungianer neben dem Narrativen stark mit dem Visuellen verbunden sind, gibt es im Hinblick auf die Musiktherapie bislang kaum Verbindungen.
In diesem Seminar wird zunächst ein Grundwissen über die jungianische Psychologie und deren Beziehung zu Musik und Musiktherapie vermittelt. Auf dieser Basis werden dann aktive und rezeptive musiktherapeutische Erfahrungen angeboten, um sich zentralen Begriffen wie Persona – Schatten, Anima – Animus, Individuation und Selbst sowie einigen archetypischen Figuren musikalisch anzunähern. Die Aufarbeitung geschieht über die direkte Erfahrung und ggf. auf der Metaebene.

20 Fortbildungspunkte sind von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Mindeste Teilnehmerzahl 6

18FF203 · Tonius Timmermann · Kursraum 7 · 220,– €
Block 3 Tage · Fr. 6.7., 18.00–21.00 · Sa. 7.7., 10.00–18.00 ·
So. 8.7., 10.00–13.00 Uhr

KörperMusik und Bodysongs als Gesundheitserreger in Musik- und Psychotherapie Wochenende- oder Ferienkurs
Bodysongs sind KörperMusik. Es sind loopartige Lieder, die in Kombination mit Bodypercussion gesungen werden. Bei Bodysongs übernimmt der Körper die Beats und ist rhythmisches Begleitorchester. Der Körper erzeugt vielfältige Bodysounds mit Händen, Fingern, Füßen und Mund und erfährt dadurch ein vertieftes, ganzheitliches Rhythmus- Schwingungs- und Klangerlebnis. Im Kontext unserer musikpsychotherapeutischen Arbeit in Psychosomatik und im Bereich der Palliative Care (Begleitung der Begleiter) haben wir diese Art des Singens in Bewegung als Baustein der körper- und stimmorientierten Musiktherapie und der KörperMusik weiterentwickelt und in unsere therapeutische Arbeit implementiert. Das Seminar dient zum Schnuppern für diejenigen, die an der Weiterbildung »Therapeutisch basierte Bodysongs« interessiert sind oder als Anregung für Musik- und Psychotherapeuten, die neugierig sind, wie man Bodysongs in der Therapie als gezielte Embodimentintervention, sowie im Bereich von Prävention als gesundheitsfördernden Alltagsbegleiter oder Stateveränderer einsetzen kann.

22 Fortbildungspunkte sind von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Mindeste Teilnehmerzahl 8

18FF204 · Martina Baumann, Uwe Loda · Saal · 220,– €
Block 3 Tage · Fr. 20.7., 18.00–21.00 · Sa. 21.7., 9.00–18.00 ·
So. 22.7., 9.00–13.30

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Musiktherapie mit Borderline PatientInnen NEU Wochenende- oder Ferienkurs
Die Zunahme von Borderline-Persönlichkeitsstörungen (BPS) im stationären und ambulanten Kontext fordert die bestehenden Behandlungskonzepte von Musiktherapeuten heraus. Musik scheint in besonderem Maße die Kernproblematik dieser Patientengruppe, die Affektregulationsstörung, zu berühren. In diesem Seminar sollen Fragen zum Musikverständnis, zur Ausrichtung musiktherapeutischer Interventionen und zur Rolle des Therapeuten, in Theorie, Diskussion videogestützter Fallvignetten und in praktischen Übungen nachgegangen werden. In der Tradition der Nordoff/Robbins-Musiktherapie stehend bezieht sich der Referent dabei auf das EBQ-Instrument und seine entwicklungspsychologischen und bindungstheoretischen Grundlagen. Ziel der Fortbildung ist es, Musiktherapeuten einen Orientierungs- und Reflexionsrahmen zum Umgang mit emotionalen Irritationen und zur Einschätzung therapeutischer Interventionen zu vermitteln.

21 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 8

18HF200 · Gerhard Kupski · Kursraum 7 · 255,– €
Block 3 Tage · Fr. 7.12., 18.00–21.00 · Sa. 8.12., 10.00–19.00 · So. 9.12., 10.00–13.30 Uhr

Gesprächsführung für Musiktherapeuten Wochenende- oder Ferienkurs
Dieses Seminar basiert auf folgenden theoretischen Grundlagen: Aktives Zuhören (Rogers), Gewaltfreie Kommunikation (Rosenberg), Vier Seiten einer Nachricht (v.Thun), Themenzentrierte Interaktion (Chon) und Transaktionsanalyse (Berne) . Es werden konkrete Gesprächstechniken und Grundprinzipien psychotherapeutischer Gesprächsführung vermittelt, wie Regeln um Angst zu vermeiden und den Patienten zu "sichern", häufige Fehler bei der Gesprächsführung, MiniMax-Interventionen (Prior). Ein weiterer Schwerpunkt sind die spezifischen musiktherapeutischen Bedingungen, nämlich die Einleitung musiktherapeutischer Angebote und die Aufarbeitung musiktherapeutischer Erfahrungen sowie die Integration und Übertragung des musiktherapeutischen Geschehens in den gesamttherapeutischen Prozess.
Außer der Vermittlung obiger Inhalte werden schwierige Gesprächssituationen in Form von Rollenspielen dargestellt, diskutiert und bearbeitet. Fall-Vignetten der Teilnehmer sind dafür erwünscht.

18 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 6

18HF203 · Hanns-Günter Wolf · Kursraum 7 · 210,– €
Wochenende · Sa. 1.12., 10.00–19.00 · So. 2.12., 10.00–14.30 Uhr

Musiktherapie für Menschen mit Demenz –
spezifische Ansätze, Kontexte und Methoden NEU Wochenende- oder Ferienkurs
Dreiteilige Seminarreihe
Musiktherapie für Menschen mit Demenz ist sehr vielfältig - so vielfältig wie es eine dementielle Erkrankung immer ist und weil sie meist alte Menschen betrifft, die eine Prädestination für Multimorbidität mitbringen. Ob in der Geriatrie, Gerontopsychiatrie, Wohngemeinschaften, Pflegeeinrichtungen oder in der häuslichen Umgebung kann die Musiktherapie einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität, Beziehungsgestaltung und zur Anregung und Entfalten von vorhandenen Ressourcen bieten. Musiktherapeutische Interventionen basieren auf biographischem, medizinischem und psychodynamischem Wissen.

In dieser Seminarreihe werden folgende Themenbereiche vorgestellt: Musikalisches Handlungsrepertoire und Kontakt- und Beziehungsformen nach Schumacher und Calvets EBQ-Instrument; Neurologische Musiktherapie und dessen Anwendungsmöglichkeiten in der stationären Altenpflege; das Atmosphärenkonzept - Musiktherapie als ästhetische Praxis.

  • Teil 1:
    Dorothea Muthesius: Kontakt- und Beziehungsfähigkeiten bei Demenz
    Es werden Einblicke in das Altern und die Demenz in ihren unterschiedlichen Formen gegeben und Reaktionen auf Musik in ihrer großen Varianz angeschaut. Das von K. Schumacher entwickelte Instrument EBQ (Einschätzung emotionaler Beziehungsfähigkeit) wird in den Grundzügen vorgestellt und auf die Anwendbarkeit in der Arbeit für Menschen mit Demenz erprobt. Typische Musikerfahrungen in unterschiedlichen Lebensphasen werden identifiziert und zusammengebracht mit einem Interventionsrepertoire für verschiedene Kontakt- und Beziehungsfähigkeiten

  • Teil 2:
    Mary Laqua: Neurologische Musiktherapie
    Neurologische Musiktherapie (NMT™) ist eine evidenzbasierte Behandlungsmethode, deren Interventionstechniken auf dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand über Musikwahrnehmung und -produktion und deren Auswirkung auf Gehirn- und Verhaltensfunktionen basieren. Durch den gezielten Einsatz von NMT-Techniken werden kognitive Fähigkeiten, Bewegung und Kommunikation gefördert. An diesem Wochenende werden die theoretischen Grundlagen der NMT dargestellt. Zudem werden die Anwendungsmöglichkeiten von NMT-Techniken mit besonderer Berücksichtigung von Menschen mit Demenz demonstriert und praktisch erprobt. Dieses Seminar ist nicht als NMT Training zu betrachten und kann in keinem Fall das »NMT Training Institute« ersetzen.

  • Teil 3:
    Jan Sonntag: Einführung in das Atmosphärenkonzept –
    Musiktherapie als ästhetische Praxis.
    In diesem Seminar erhalten Sie eine Einführung in Praxis und Theorie atmosphärebezogener Musiktherapie. Das Atmosphärenkonzept wurde in wissenschaftlicher Begleitung musiktherapeutischer Tätigkeit entwickelt und berücksichtigt wesentliche Aspekte der Arbeit mit Demenzbetroffenen. Es ist in ästhetischer Theorie verankert und an sinnlich-affektiv wirksamen Erlebens- und Handlungsaspekten ausgerichtet. Im Seminar lernen Sie Settings, Haltungen, Prinzipien und Methoden atmosphärebezogener Musiktherapie anwendungsbezogen kennen. Außerdem werden Ihnen Möglichkeiten der Einflussnahme auf auditive Milieus vorgestellt. Im Erfahrungsaustausch werden die Seminarinhalte auf konkrete Arbeitssituationen bezogen. Besondere Berücksichtigung findet der Arbeitskontext Altenpflege mit seinen spezifischen institutionellen Rahmenbedingungen.

Buchung nur als Paket möglich;
10 % der Gebühr sind bei Anmeldung, der Rest 14 Tage vor Seminarbeginn fällig.
Anmeldeschluss: 22.2.2019.
59 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 8

19FF201 Saal · 655,– €
Block 1 · Dorothea Muthesius
22.-24.03.19 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-19.00 · So. 10.00-13.30

Block 2 · Mary Laqua
8.-9.06.19 · Sa. 10.00-19.00 · So. 10.00-14.30

Block 3 · Jan Sonntag
25.-27.10.19 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-19.00 · So. 10.00-13.30

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Zusatzqualifikationen

Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung
Zusatzqualifikationen, die aufbauend auf dem Grundberuf in kompakter Form theoretische und methodische Weiterbildung zu einzelnen Berufsfeldern und aktueller Theoriebildung anbieten, sind für das Berufsleben in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie verhelfen, neue Tätigkeitsfelder zu erschließen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in das berufliche Handeln zu integrieren. Ziel ist es, Musiktherapeuten fundierte Spezialkenntnisse über ein Fachgebiet zu vermitteln. Die Seminare werden mit einem Zertifikat abgeschlossen.
Im Herbst 2018 beginnen erstmalig die Zusatzqualifikationen »Musik-imaginative Schmerzbehandlung« und »Bodysongs und KörperMusik in Musik- und Psychotherapie«. Für das folgende Frühjahrssemester kündigen wir unsere umfangreiche Weiterbildung in »Musik-Traumatherapie« sowie die Zusatzqualifikation »Trommelpower – Gewaltprävention und soziale Integration mit Musik« an.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Musik-imaginative Schmerzbehandlung NEU Wochenende- oder Ferienkurs
In der Zusatzqualifikation Musik-imaginative Schmerzbehandlung werden den Teilnehmern Struktur, Aufbau, Inhalt und Prinzipien der Methode theoretisch und praktisch vermittelt. Ausgehend von Cheryl Dileo und Joke Bradt, die diese Methode in den USA (unter dem Namen Entrainment) entwickelten, hat Prof. Dr. Susanne Metzner die Verbreitung und wissenschaftliche Fundierung der Musik-imaginativen Schmerzbehandlung in Deutschland entscheidend vorangetrieben.
Neben theoretischen Grundlagen zur Musik-imaginativen Schmerzbehandlung werden spezifische relevante Themen der Methode herausgearbeitet, wie die therapeutische Haltung und die Rolle des Therapeuten als Musiker. Ebenso werden Indikation und Kontraindikation sowie kulturelle und bereichsspezifische Themen zum Schmerz beleuchtet.
Das praxisnahe Einüben der methodischen Kompetenzen in den vier Phasen Schmerzinterview, Kompositionsphase Schmerz und Linderung, Anwendungsphase und Reflektion steht im Mittelpunkt der Weiterbildung. Daneben wird auf die Vermittlung und gemeinsame Diskussion klinisch relevanter Aspekte Wert gelegt, wie beispielsweise die Unterscheidung akuter versus chronischer Schmerz und Komorbiditäten bei Schmerzerkrankungen.

In den Zeiträumen zwischen den Blöcken üben und reflektieren die Teilnehmer zusätzlich selbständig in Kleingruppen das Vorgehen und die spezifische Rolle des Therapeuten. Eine Zertifizierung erreichen die Teilnehmer durch eine schriftliche Ausarbeitung eines supervidierten Falles.

94 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Anmeldeschluss ist der 14.9.18
Mindeste Teilnehmerzahl 10

Block 1 · Kursraum 7
26.-28.10.2018 · Fr. 18.00-21.00, Sa. 9.00-19.00, So. 9.00-13.30

Block 2 · Kursraum 7
01.-03.02.2019 · Fr. 18.00-21.00, Sa. 9.00-19.00, So. 9.00-13.30

Block 3 · Kursraum 7
24.-26.05.2019 · Fr. 18.00-21.00, Sa. 9.00-19.00, So. 9.00-13.30

Block 4 · Kursraum 7
13.-15.09.2019 · Fr. 18.00-21.00, Sa. 9.00-19.00, So. 9.00-13.30

18HF304 · Thomas Schrauth, Gastdozenten Sandra Wallmeier, Sina Glomb, Silke Siebert, Prof. Dr. Susanne Metzner · 955,– €

Bodysongs und KörperMusik in Musik- und Psychotherapie NEU Wochenende- oder Ferienkurs
Die Zusatzqualifikation »Bodysongs in Musik- und Psychotherapie« ist ein praxisorientiertes Methodenseminar. Es ermöglicht den Teilnehmenden Schritt für Schritt, sich mit Bodysongs und Bodypercussion als eine Form der KörperMusik vertraut zu machen und sie im Gruppen- oder Einzelsetting im Kontext eines therapeutischen oder (heil)pädagogischen Prozesses anzuwenden.

Bodysongs sind Lieder in Bewegung. Der Körper macht die Beats und ist das rhythmische Begleitorchester. Die Kombination von Singen und bilateraler Selbststimulation generiert eine gesundheitsfördernde Biochemie und ist in vielen Kulturen wiederzufinden. In Gemeinschaft unterstützen Bodysongs Verbundenheit und Synchronizität. Im Verlauf eines therapeutischen Prozesses ermöglichen sie die körperliche Verankerung gewünschten Erlebens (Embodiment) und können nachhaltig in den Alltag transferiert werden. Die therapeutische Arbeit mit Bodysongs entspricht dem neuesten Stand klinischer Forschung und Praxis, die in zunehmendem Maße strukturierte Werkzeuge und Module als Selbstregulation und Selbststärkung integriert. Bodysongs sind hierzu ein musiktherapeutisches Pendant.

Das Training wird erweitert durch theoretische Kontextualisierungen zu relevanten Grundlagen aus Neurowissenschaft, Psychotherapie, Gesundheitswissenschaft, Biopsychoneuroimmunologie uvm. Ziel ist es, den methodischen Spielraum als TherapeutIn zu erweitern und die neuen Spielformen mit der eigenen Expertise zu verbinden. Das Training besteht aus zwei fünftägigen Modulen und einem Integrations- und Transferwochenende. Eine Zertifizierung wird erreicht durch die Vorstellung eines Bodysongs und dessen Dokumentation.

102 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Anmeldeschluss ist der 14.9.18.
Mindeste Teilnehmerzahl 10

Block 1 · Saal
29.10.-2.11.18 · Mo. 18-21 Uhr · Di., Mi., Do. 10-18 Uhr · Fr. 10-13 Uhr

Block 2 · Saal
23.-27.4.19 · Di. 18-21 Uhr · Mi., Do., Fr. 10-18 Uhr · Sa. 10-13 Uhr

Block 3 · Kursraum 7 · Saal
12.-14.7.19 · Fr. 18-21 Uhr · Sa. 10-18 Uhr · So. 10-13 Uhr

18HF305 · Martina Baumann, Uwe Loda · 960,– €

Musik-Traumatherapie
Die Arbeit mit traumatisierten Menschen gewann in den letzten Jahren innerhalb der Psychotherapie zunehmend an Bedeutung. Die Traumatherapie im engeren Sinne hat dabei zum Ziel, unerträgliche, lebensbedrohende Ereignisse – die zu einer Fragmentierung der Gedächtnisinhalte geführt haben und nur ungenügend verarbeitet werden konnten – im Nachhinein zu integrieren und so zu einem Bestandteil des persönlichen Narrativs zu machen. Neue neurologische und neurobiologische Erkenntnisse haben gezeigt, dass hierfür psychodynamische wie auch lerntheoretische Behandlungsmodelle nicht ausreichen und andere methodische Vorgehensweisen notwendig sind.

In den letzten Jahren finden zur Behandlung von Patienten mit Traumafolgestörungen auch im musiktherapeutischen Methodenkatalog entsprechende Modifikationen und Erweiterungen statt. Hierzu gibt es vermehrt Veröffentlichungen und Forschungsprojekte, die ein spezifisches musiktherapeutisches Vorgehen klinisch und theoretisch begründen. Dadurch verbessert sich zunehmend die Bedeutung der Musiktherapie im Kanon traumatherapeutischer Methoden.
Die Zusatzqualifikation Musik-Traumatherapie beinhaltet

  1. eine fundierte Einführung in den aktuellen Stand der Traumatologie

  2. einen Überblick über die Modifikationen der musiktherapeutischen Methodik bezogen auf diese Erkenntnisse, wobei die besonderen Möglichkeiten aber auch die Risiken des Mediums Musik im Fokus des Unterrichts stehen.

  3. eine Auseinandersetzung mit der Bedeutung des traumatherapeutischen Modells im Kanon verschiedener psychotherapeutischer Behandlungsansätze sowie Umsetzungsmöglichkeiten in verschiedenen musiktherapeutischen Praxisfeldern.

Dozenten: Hanns-Günter Wolf, Dr. Andreas Wölfl
Gastdozenten: Jürgen Keller, Anka Krug, Dörte Pommerien, Prof. Dr. Martin Sack, Dr. Gitta Strehlow, Dr. Edith Wiesmüller.

Ein ausführliches Curriculum können Sie hier downloaden:
www.institut-musiktherapie.de/curriculum_traumatherapie.pdf
164 Fortbildungspunkte von der Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Anmeldeschluss 12.4.19
Mindeste Teilnehmerzahl 11

19FF300 · Hanns-Günter Wolf, Dr. Andreas Wölfl u. a. · Kursraum 7 · 1750,– €
Termine: 10.-12.5.19, 28.-30.6.19, 18.-20.10.19, 29.11.-01.12.19, 31.1.-2.02.20, 27.-29.03.20, 19.-21.06.20 (Fr 17.30-20.30, Sa 9-18.30, So 9-14 Uhr)

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

TrommelPower – Gewaltprävention, soziale
Integration und Persönlichkeitsförderung mit Musik
In dieser Zusatzqualifikation wird ein Modell für Projekte mit Kindern und Jugendlichen zur Gewaltprävention, Förderung der sozialen Integration und des Selbstwertgefühls durch musikalische und szenische Improvisation vorgestellt. Dieses Modell wurde seit 2009 in mehreren Studien evaluiert und entsprechend der wissenschaftlichen Resultate überarbeitet und differenziert. Es kann im schulischen wie im außerschulischen Rahmen angewandt werden, ebenso in modifizierter Form im klinischen Bereich.

Die einzelnen Elemente des Konzepts werden theoretisch erläutert und in Übungen praxisnah vermittelt. Insbesondere musikalische und musiktherapeutische Techniken zur Förderung des Selbstwertgefühls, der Empathiefähigkeit, der sozialen Integration und der konstruktiven Konfliktlösungsfähigkeit bilden einen Schwerpunkt im Konzeptaufbau.

Darauf aufbauend wird den Kindern und Jugendlichen im Projekt Raum gegeben, sich auf kreative Weise sowohl mit Musik und Improvisation als auch mit den Themen Aggression, Gewalt und Streit auseinanderzusetzen, eigene Vorstellungen der Bewältigung zu entwickeln und diese in einer Performance darzustellen. In den Seminaren werden unter Einbeziehung themenbezogener Selbsterfahrung Aspekte der Projektleitung, des Repräsentierens konstruktiver und sozial bezogener Konfliktlösungsmodelle in der Trainerhaltung und des Umgangs mit fehlender Motivation und Widerstand vermittelt, sowie Konzepte der nachhaltigen Wirksamkeit und der Implementierung solcher Elemente in den Alltag der Kinder.

Die Zusatzqualifikation ist explizit für MusiktherapeutInnen und LehrerInnen konzipiert.
Ein ausführliches Curriculum erhalten Sie auf Anfrage im Büro.
79 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Anmeldeschluss: 17.5.2019
Mindeste Teilnehmerzahl 10

19FF301 · Dr. Andreas Wölfl · GastdozentInnen Henrike Roisch, Yoshi Kinoshita u. a.
Saal · 990,– € (zzgl. Kosten für Supervision)
19.-23.6.19 und 30.10.-3.11.19 · jeweils Mi. 18.30–21.00, Do. 10.00–18.30, Fr. 10.00–18.30, Sa. 10.00–19.00, So. 10.00-13.00

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Instrumentenbau

Fast pünktlich zu seinem 40. Jubiläum bietet das Freie Musikzentrum nach langer Pause wieder Instrumentenbaukurse an. Kursleiter ist der äußerst erfahrene Instrumentenbauer Jan Dosch, der zwanzig Jahre lang Geschäftsführer und Dozent für Instrumentenbau am Freien Musikzentrum war und schon lange für die Qualität seiner Instrumente einen weitreichenden und exzellenten Ruf genießt.
In seiner gemütlichen kleinen Werkstatt im Gebäude von Alu Meier (Kistlerhofstr. 140 im Untergeschoss, 81379 München, Tel. 089-78070915) wird täglich sechs Stunden netto am Instrument gearbeitet, mit einer zweistündigen Mittagspause, die separat, aber auf Wunsch auch gemeinsam in einem Cafe oder Bistro gestaltet werden kann. In diesen sechs Stunden baut Jede(r) sein eigenes Instrument, übt sich im Gebrauch von Werkzeugen und Techniken. Dabei bleibt auch genug Zeit, um über die physikalischen und akustischen Grundlagen des jeweiligen Musikinstruments zu sprechen, wofür es auch detaillierte Baupläne und Maßtabellen gibt.

Unter der Anleitung von Jan Dosch ist der erfolgreiche Bau sicher. Neben der Kostenersparnis von ca. einem Drittel gegenüber dem gekauften Instrument entsteht beim Selberbauen ein äußerst persönlicher Bezug zum Instrument.
Materialkosten werden im Kurs direkt an den Dozenten gezahlt.

Kotamo
»Kotamo« ist eine Wortschöpfung aus Koto, Tambura und Monochord, ein Instrument, das von Jan Dosch vor ca. 35 Jahren erfunden, immer wieder kopiert und als »Kotamo« in den deutschen Sprachgebrauch Eingang gefunden hat.
Gebaut werden Instrumente mit »Vollausstattung«: doppelseitig bespielbar mit 4-saitiger Tambura, 13-saitiger Koto und 20-saitigem Monochord inkl. Drehfuß.
Modell A · 105 cm Länge · Grundton F – G · Materialkosten 250,– €
Modell B · 135 cm Länge · Grundton C – D · Materialkosten 275,– €
Mindeste Teilnehmerzahl 4

F500 · Jan Dosch · Werkstatt J. Dosch, Kistlerhofstr. 140 · 600,– €
Block 5 Tage · 3. bis 7.10. · je 10.00 bis 18.00 Uhr

Körpertambura Wochenende- oder Ferienkurs
Das von Jan Dosch als Nachfolgemodell der »Ton-Transfer-Monochorde« entwickelte Körpermonochord wird wegen seiner Tambura-Stimmung auch häufig Körpertambura genannt und hat sich seit seiner Einführung vor ca. 20 Jahren als gängiges Therapie-Instrument etabliert.
Mit einer Länge von 100 cm und seinem breiten und nach innen gezogenen Boden zur besseren Auflage, Schwingfähigkeit und Resonanz hat es ein gutes Handling und ist klanglich anderen Monochorden überlegen.
Materialkosten 220,– €.
Mindeste Teilnehmerzahl 4

F501 · Jan Dosch · Werkstatt J. Dosch, Kistlerhofstr. 140 · 480,– €
Ferienblock 4 Tage · Do. 1.11. bis So. 4.11. · je 10.00 bis 18.00 Uhr

Xylophon und Marimba
Hier steht das obertonreine Stimmen von Holzstäben im Vordergrund, eine Disziplin, ohne die Xylophone und Marimbas nach westlichen Hörgewohnheiten nur schlecht klingen. Die Xylophone haben einen Umfang von 2 Oktaven und sind zudem mit einer Vorrichtung zur reversiblen Umstimmung von einem Halbton pro Klangstab ausgestattet. Die Klangstäbe sind aufgehängt wie bei einer Marimba und können nicht verloren gehen.
Übungsmarimbas mit 3 1/2 Oktaven Umfang bis zu Konzertmarimbas mit 4 1/2 Oktaven und unterschiedlichen Klangstabbreiten können gebaut werden. Bei letzteren ist mit Nacharbeiten zu rechnen. Eine Vorbesprechung ist auf jeden Fall erforderlich.
Mindeste Teilnehmerzahl 4

Xylophon
Materialkosten 120,– €
18HF502 · Jan Dosch · Werkstatt J. Dosch, Kistlerhofstr. 140 · 360,– €
Block 3 Tage · Fr.–So. · 18.–20.1.19 · je 10.00 bis 18.00 Uhr

Xylophon
Materialkosten 120,– €
18HF503 · Jan Dosch · Werkstatt J. Dosch, Kistlerhofstr. 140 · 360,– €
Block 3 Tage · Fr.–So. · 25.–27.1.19 · je 10.00 bis 18.00 Uhr

Marimba
Materialkosten je nach Projekt, Nettoarbeitszeit ca. 36 Std.
plus Stimmarbeiten zwischen den beiden Wochenenden
18HF504 · Jan Dosch · Werkstatt J. Dosch, Kistlerhofstr. 140 · 800,– €
2 x 3 Tage · 18.–20.1.19 und 25.–27.1.19 · je 10.00 bis 18.00 Uhr

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BWM – Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie

Freies Musikzentrum e. V. München | Konzerte

Leitung: Monika Baumann, Dr. Andreas Wölfl
Ansatz: Musiktherapie als tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapie-Verfahren
Dauer: 3 1/2 Jahre (7 Semester) in Form von Wochenend- und Blockveranstaltungen

Aufnahmevoraussetzungen

  • Hochschulreife (ggf. ist Zulassungsprüfung möglich)
  • geeigneter Vorberuf mit Berufserfahrung
  • Mindestalter 26 Jahre
  • musikalische und persönliche Eignung
    (wird in einem Aufnahmeverfahren geprüft)

Ziel
Über die Integration musiktherapeutischer Arbeitsweisen in den Grundberuf wird eine Befähigung zur selbständigen musiktherapeutischen Tätigkeit vermittelt.

Abschluss
Zertifikat mit detailliertem Fächerspiegel, Praktika, Thema der Abschlussarbeit.

Zertifizierung
Von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) als Voraussetzung zur Zertifizierung »Musiktherapeut/in DMtG« anerkannt. Von der bayerischen Psychotherapeutenkammer als Fortbildung anerkannt (ca. 250 Punkte jährlich).

Bewerbung: bis 30. September 2018

Aufnahmeprüfung: November 2018

Ausbildungsbeginn: Januar 2019

Kosten
250,– € monatlich über 42 Monate. zzgl. der Kosten für Einzel-Lehr-Musiktherapie und
Einzel-Lehr-Supervision in Höhe von ca. 2.200,– € jährlich.
Prüfungsgebühren: Aufnahmeprüfung 95,– €
Zwischen- und Abschlussprüfung je 165,– € (Änderungen vorbehalten).

Dozenten
M. Baumann, G. Engert-Timmermann, Ch. Galle-Hellwig, A. Geis, E. Glogau,
S. Grill, S. Haase, S. Hellwig, R. Löhr, S. Reimold, Prof. Dr. M. Sack, D. Schmeer,
Dr. S. Schulz, M. Sommerer, Prof. Dr. T. Timmermann, Dr. A. Walter, Dr. A. Wölfl,
H. G. Wolf und weitere

Auskunft
Dr. Andreas Wölfl , Tel: 089 - 20 20 76 22, awoelfl@freies-musikzentrum.de
Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte
der berufsbegleitenden Ausbildung als pdf >> Curriculum

Lassen Sie sich die Broschüre zur
BWM – Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie zuschicken.
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Broschüre zur Fortbildung

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Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

27. Fachtagung Musiktherapie

Musiktherapie mit Opfern von Missbrauch und Gewalt –
neue Entwicklungen in der Traumatherapie mit Musik

Leitung: Dr. Andreas Wölfl, Silke Siebert,

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu neurobiologischen Prozessen bei Traumata und Posttraumatischen Belastungsstörungen haben die Praxis der Traumatherapie in den letzten 25 Jahren grundlegend verändert. Möglichkeiten und Gefahren konfrontierender Behandlungstechniken und expressiver Therapiemethoden wurden vor dem Hintergrund möglicher Retraumatisierungen in der Therapie durch Trigger-Effekte geprüft und neu bewertet. Traditionelle Behandlungsmethoden wurden in Frage gestellt und auch die Musiktherapie wurde als expressives und emotions-evokatives Verfahren von verschiedenen Seiten als zu wenig kontrollierbar eingeschätzt und sah sich mit dem Vorwurf konfrontiert, nicht ausreichend vor Trigger-Effekten schützen zu können. Dies führte zur Prüfung, Überarbeitung und Neuentwicklung musiktherapeutischer Konzepte für die Traumabehandlung und zu vielfältigen innovativen Ansätzen, wie die potentiellen Gefahren der Musik auch zu besonderen Chancen für den therapeutischen Prozess mit traumatisierten Menschen werden können, wenn ausreichende protektive Faktoren methodisch angewandt werden.

Die Tagung wirft die Frage auf, welche neuen Entwicklungen in der Traumatherapie mit Musik sich in Praxis und Forschung etabliert haben und in welchen Bereichen offene Fragen und weitere theoretische und methodische Entwicklungen notwendig sind.

9 Fortbildungspunkte wurden von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt..

Tagungsprogramm

Samstag, 2. März 2019

  • 13.00 – 13.45
    Begrüßung, musikalische Einstimmung und Einführung in das Thema

  • 13.45 – 14.45
    Martin Sack:
    Aktuelle Entwicklungen in der Behandlung von Traumafolgestörungen

  • 14.45 – 15.30
    Jürgen Keller:
    Methodische Entwicklungen in der Musiktherapie mit traumatisierten Kindern

  • 15.30 – 16.30 Pause

  • 16.30 – 17.15
    Gitta Strehlow:
    Musiktherapie mit Opfern sexueller Gewalt

  • 17.15 – 18.15
    Bert te Wildt:
    Zur Bedeutung digitaler Medien für die
    Entstehung und Behandlung von Traumafolgestörungen

  • 18.15 – 19.00
    Herausforderungen und Fragen aus der Praxis –
    Diskussion mit den Referenten

Sonntag, 3. März 2019

  • 09.30 – 10.30
    Josef Moser:
    Der intermediale Ansatz der Trauma-
    behandlung in der Integrativen Musiktherapie (IMT)

  • 10.30 – 11.00 Pause

  • 11.00 – 11.45
    Edith Wiesmüller:
    Top down oder Bottom up?
    Musiktherapie mit kriegstraumatisierten und geflüchteten Menschen

  • 11.45 – 12.30
    Hanns-Günter Wolf:
    Ambulante Gruppen- und Einzelmusiktherapie mit komplex traumatisierten Menschen

  • 12.30 – 13.00
    Was ist neu?
    Kritische Diskussion und Schlussbetrachtung

Referenten und Themen

Martin Sack, Prof. Dr. med.
Facharzt für Psychosomatische Medizin, Ltd. Oberarzt und Leiter des Funktionsbereiches Traumafolgestörungen sowie von zwei Tageskliniken an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar (TU-München), EMDR-Supervisor. Forschungsschwerpunkte: komplexe Traumafolgestörungen, Dissoziative Störungen sowie methoden- und schulenübergreifende Konzepte von Psychotherapie.

Aktuelle Entwicklungen in der Behandlung von Traumafolgestörungen
Erfahrungen von schwerer Gewalt und Vernachlässigung können zu einer Vielzahl von psychischen und psychosomatischen Symptomen führen. Typische Folgen sind Probleme mit der Affektregulation, der Selbstakzeptanz und in zwischenmenschlichen Beziehungen. Aktuelle Befunde der Neurobiologie belegen eindrücklich den Zusammenhang zwischen kindlichen Traumatisierungen und körperlichen wie psychischen Erkrankungen. Traumakonfrontative Methoden können frühzeitig auch bei Patienten mit komplexen Traumafolgestörungen zur Anwendung kommen. Hierbei haben sich schonende konfrontative Behandlungstechniken bewährt. Möglichkeiten künstlerischer Therapiemethoden werden diskutiert.

Jürgen Keller
Dipl. Musiktherapeut (FH), 1994-99 tätig im SPZ Berlin-Weißensee mit Grund-und Vorschulkindern, seit 2002 Musiktherapeut an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Josefinum Augsburg, seit 2005 Fortbildungen im Bereich Psychotraumatologie (u. a. Besser, Weinberg), seit 2010 Fortbildungstätigkeiten (Curriculum »Musik-Trauma-Therapie« am Freien Musikzentrum), seit 2011 Mitarbeiter der Traumaambulanz des Josefinums.

Methodische Entwicklungen in der Musiktherapie mit traumatisierten Kindern
Kinder sind anders als Erwachsene. Viele Fähigkeiten, die wir als Erwachsene zur Verfügung haben, sind bei ihnen noch nicht ausgereift oder fehlen noch ganz. Kinder brauchen unbedingt Schutz und Fürsorge durch ihre Eltern oder andere Bezugspersonen. Gewalt, fehlender Schutz und fehlende Fürsorge haben deshalb andere und weitreichendere Folgen als im Erwachsenenalter. Eine musiktherapeutische Methodik für gewalttraumatisierte Kinder sollte diese Aspekte im Blick behalten. Prinzipien und praktische Möglichkeiten von trauma- und musiktherapeutischem Handeln werden anhand von Fallbeispielen vorgestellt.

Gitta Strehlow, Dr. sc. mus.
Dipl. Musiktherapeutin, Musiktherapeutin in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Bethesda Krankenhaus Hamburg-Bergedorf und bei Dunkelziffer e. V. (Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder).
Nationale und internationale Vortrags- und Lehrtätigkeit. Veröffentlichungen zu den Themen Musiktherapie und Psychotraumatologie, Borderline-Persönlichkeitsstörung und Mentalisierung.

Musiktherapie mit Opfern sexueller Gewalt
Im psychiatrischen Kontext leiden PatientInnen in einem hohen Maße an den Folgen sexueller Traumatisierungen. Besonders der sexuelle Missbrauch ist im Zusammenhang mit der Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung recht gut untersucht. Störungen der Emotionsregulierung, negativer Selbstwert, Scham- und Überwältigungsgefühle, Selbstschädigung, aber auch verführerische Kreativität (über-) fordern den Musiktherapeuten. Anhand von Fallbeispielen aus der Einzel- und Gruppentherapie werden unterschiedliche Interventionsstrategien vorgestellt.

Bert te Wildt, Dr. med.
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Privatdozent.
Seit Januar 2018 Chefarzt der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen. Ehem. Leitung der Arbeitsgruppe Medien- und Glücksspielabhängigkeit sowie Co-Vorsitzender des Center for Addiction Research (CARe). Entwicklung der Medienambulanz, einer Verhaltenssuchtsprechstunde und des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Onlinesucht-Ambulanz-Services für Internetsüchtige (OASIS) an der Ruhr Universität in Bochum. Mitbegründer des Fachverbands Medienabhängigkeit. Vortragstätigkeit und Veröffentlichungen zum Thema Medienabhängigkeit.

Zur Bedeutung digitaler Medien für die Entstehung und Behandlung von Traumafolgestörungen
Aus guten Gründen sind die Forschungen und Diskussionen zu negativen Wirkungen von digitalen Spielen und Simulationen mit Gewaltinhalten nicht beendet. Die Wissenschaft hat sich dabei bislang vor allem mit der Frage beschäftigt, ob virtuelle Gewalt auch zu realen Gewalttaten prädisponiert und animiert. Angesichts der zunehmenden immersiven Wirkung digitaler Medien, bei der Musik und Geräusche eine erhebliche Rolle spielen, stellt sich zunehmend die Frage, inwieweit virtuelle Erfahrungen auch traumatisch sein können. Hier ist zu diskutieren, in wie weit eine Erweiterung des Traumabegriffes auf virtuelle Traumatisierungen wirklich sinnvoll ist und welche Rolle dabei digitalen Tonspuren zukommt.

Josef Moser
Dipl.-Supervisor, Integrativer Musik-, Körper-, Bewegungstherapeut. Fachbereichsleiter »Integrative Musiktherapie« an der EAG. Lehrtherapeut EAG/FPI und DMtG. Tätigkeit an der Hardtwaldklinik I, Bad Zwesten und in freier Praxis als Dozent, Therapeut und Supervisor.

Der intermediale Ansatz der Traumabehandlung in der Integrativen Musiktherapie (IMT)
TraumapatientInnen kennen vielfältige innere und äußere Irritationen/ Ereignisse, die zu Sinnes-, Verarbeitungs- und Ausdrucksstörung führen. Dies bedarf einer differenzierten Diagnostik. Im Integrativen Modell der Integrativen Musiktherapie (IMT) wird die Kombination von musik-, natur-, gestaltungs-, leibtherapeutischen Anwendungen in der Behandlung von TraumapatientInnen skizziert. Es werden die Potentiale und Risiken der Musik im Zusammenklang mit anderen Medien herausgearbeitet.

Edith Wiesmüller, MA Dr. sc. mus.
Musiktherapeutin. Diplomstudium Wien, 2013 Promotionsstudium HMTh Hamburg. Langjährige musiktherapeutische Arbeit in der Erwachsenenpsychiatrie Otto Wagner Spital Wien. Lehrtätigkeit im Institut für Musiktherapie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Publikationen, Seminar- und Vortragstätigkeit zu Erwachsenen mit komplexen Traumafolgestörungen. Interessensschwerpunkte: Verbindung musik-traumatherapeutischer Forschung und Praxis sowie Methodenentwicklung.
Top down oder Bottom up?

Musiktherapie mit kriegstraumatisierten und geflüchteten Menschen
Intrusive Erinnerungen sind eine typische Folge von traumatisierten Ereignissen, welche unter Hochstress abgelaufen sind und die Erlebnisqualität zeitloser Gegenwart besitzen. Ebenso existiert das Trauma in Form von Körpererinnerungen. Erregungszustände und unterschiedliche unwillkürliche Bewegungsimpulse deuten auf unvollendete Handlungsmuster hin, die abgeschlossen werden sollen. Zwei Falldarstellungen mit kriegstraumatisierten geflüchteten Menschen im Einzelsetting zeigen im Hinblick auf kulturelle Hintergründe sowie traumabedingte Symptomatik musiktherapeutische Strategien zu kognitiv-emotionalen sowie sensomotorischen Verarbeitungsweisen.

Hanns-Günter Wolf
Dipl.-Psychologe, Lehrmusiktherapeut (DMtG); Gruppenanalytiker (DAGG), Weiterbildung in Traumatherapie (PITT) und Psychoonkologie (DKG) seit 1989 klinische Tätigkeit als Musiktherapeut, seit 2004 auch als klinischer Psychologe in den Bereichen Psychotherapie, Traumatherapie, sowie Kinder- und Erwachsenenonkologie, Lehrtätigkeit und freie Praxis.

Ambulante Gruppen- und Einzelmusiktherapie mit komplex traumatisierten Menschen
Seit 2013 wird am Traumahilfezentrum München (THZM) ambulante Musiktherapie mit komplex traumatisierten PatientInnen als Pilotprojekt angeboten. Das Konzept dieser Gruppenmusiktherapie, die Modifikationen der Methodik, Zielformulierungen und therapeutische Haltung werden anhand von Einzelbeispielen und Gruppenverläufen verdeutlicht. Weiterhin wird dargestellt weshalb das Angebot von musiktherapeutischer Einzeltherapie eine sinnvolle und notwendige Ergänzung des Gruppenangebotes ist. Abschließend wird die Durchführung einer musiktherapeutischen Traumaexposition – die ausschließlich im einzeltherapeutischen Setting stattfinden kann – vorgestellt.

Tagungsgebühr
Normal (auch für Mitglieder DMtG) 120,– €, Ermäßigt laut > AGB 97,– €

Veranstaltungsort
Freies Musikzentrum, Ismaninger Straße 29, 81675 München

Anmeldung und Anmeldeschluss
Anmeldeschluss ist der 2.2.2019
Bitte melden Sie sich bis zu diesem Termin schriftlich unter Angabe der Kursnummer F100 und mit einer Einzugsermächtigung für den Kursbetrag an. Bitte beachten Sie, dass zu diesem Zeitpunkt die Tagung oft bereits ausgebucht ist. Bei nicht ausreichenden Anmeldungen bis zum Anmeldeschluss behält sich die Tagungsleitung jedoch vor, die Veranstaltung – unter Rückerstattung der bezahlten Gebühr – abzusagen.
Mindeste Teilnehmerzahl 60

Stornierung
Bei Stornierung durch den Teilnehmer bis zum Anmeldeschluss wird die Teilnahmegebühr abzüglich 20,– € Bearbeitungsgebühr zurück überwiesen.
Bei Stornierung nach dem Anmeldeschluss ist eine Erstattung nicht möglich.

Download Tagungsflyer als pdf
> Musiktherapie-Tagung 2019

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Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte der berufsbegleitenden
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Weiterführende Links
www.musiktherapie.de

Musiktherapietagung

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> Musiktherapie-Tagung 2019
»Musiktherapie mit Opfern von Missbrauch und Gewalt«

Überblick über die
>> bisherigen Themen der jährlichen Fachtagung Musiktherapie seit 1993

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